Presse über uns
22.02.2023 WAZ
Unterstützung für Menschen, die alles verloren haben
Der Name weist auf das ganze Bundesland, zu Hause ist sie in Essen: Die Ukrainische Gemeinde NRW e.V. entstand aus der Freiwilligenarbeit für die Menschen, „die alles verloren haben: ihr Zuhause, ihr Hab und Gut“. Der Verein steht ihnen zur Seite und möchte die in Deutschland lebenden Ukrainer zu einer Gemeinschaft vereinen.
Neben der humanitären Hilfe macht der Verein auch Medien- und Kulturarbeit.
18.12.2022 Welt am Sontag
„Jetzt schicken wir Gasbrenner und Isomatten“
Ihor Bobro, 45 Jahre alt, Vorsitzender der Ukrainischen Gemeinde NRW, sammelt auch über die Feiertage Hilfsgelder. Der Verein hat ein großes Projekt: Mit einem Sprinter-Lieferwagen möchten sie direkt von Essen aus Hilfe in die Ukraine liefern.
Den Verein Ukrainische Gemeinde NRW e.V. gibt es noch nicht sehr lange. Eingetragen als Verein sind wir seit März, aber wir waren schon vorher aktiv: Direkt am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine, dem 24. Februar, haben wir kleine Demonstrationen vor den Konsulaten der USA und Großbritanniens organisiert. Einen Tag später haben wir dann damit begonnen, Hilfe für das ukrainische Volk und Militär zu sammeln. Auf dem Weihnachtsmarkt in Essen-Kray hatten wir gerade einen Stand. Dort haben wir Gebackenes und Selbstgebasteltes verkauft. Wir haben aber auch ein großes Projekt: Mit einem Sprinter-Lieferwagen, den wir kaufen wollen, möchten wir direkt von Essen aus Hilfe in die Ukraine liefern.
Ein paar Tausend Euro haben wir schon dafür gesammelt und hoffen auf weitere Unterstützung von verschiedenen Firmen, Stiftungen und Vereinen. Wir sammeln weiter, auch in der Woche vor Weihnachten. Bislang haben uns schon sehr, sehr viele Menschen unterstützt. Wir bekamen Bekleidung, Decken, Lebensmittel und Medikamente. Wir kümmern uns auch um Flüchtlinge aus der Ukraine. Wir gehen mit ihnen zu den Ämtern, organisieren psychologische Hilfe, stehen ihnen bei sozialen Fragen bei, helfen bei der Wohnungssuche und besorgen Möbel.
Wir haben auch ein Programm, bei dem wir ukrainische Soldaten unterstützen, die in NRW-Krankenhäusern liegen. Einer ist zurzeit Patient im „Bergmannsheil“ in Bochum, der wird dann von den Frauen mit Spezialitäten der ukrainischen Küche versorgt. Zu Weihnachten hin haben wir von außen bislang nicht mehr Spenden als sonst bekommen. Unsere Freunde unterstützen uns allerdings weiterhin sehr stark, ein Großteil der Hilfe kommt von Stiftungen. Jetzt im Winter schicken wir vor allem Gasbrenner und Isomatten in die Ukraine, das brauchen die Menschen dort jetzt sehr dringend.